Motte weiß nicht, wie er mit der Krankheit seines besten Freundes Bogi umgehen soll, der plötzlich zum Non-Hodgkin-Bogi geworden ist. Alles andere ist eigentlich nicht so wichtig – seine Eltern, die sich trennen, Jaqueline Schmiedebach, die ihm gar nicht mehr aus dem Kopf geht und dann plötzlich einen englischen Austauschschüler küsst, Jan und Walki, die eigentlich immer eher Kumpel gewesen sind und nun die Position von Freunden übernehmen müssen, seine Lehrer -  Kommandobrüller oder Weicheier - aber dann doch auch unbedingt wichtig, vor allem Steffi, die Schonsteinfegerin. Und erst recht weiß Motte nicht, wie er nach Bogis Tod ohne ihn weiterleben soll. Geht das überhaupt?
Dieselbe Frage stellt man sich bei und vor allem nach der Lektüre dieses wunderbaren Romans: Wie kann man so witzig und lässig schreiben und gleichzeitig so unglaublich traurig? Brandt kann’s – und noch viel mehr: In der Geschichte steckt das ganze Leben, die ganze Welt.

Matthias Brandt: Blackbird. Kiepenheuer&Witsch 2019, 22.- €

BLACKBIRD
Matthias Brandt

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