Buch der Woche*

Eine Geschichte über den ersten Weltkrieg, die so aktuell wie zeitlos und so federleicht wie traurig ist – das ist große Kunst.

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Sie wollen glauben, was die Tante aus der Hauptstadt Brüssel sagt: Es wird keinen Krieg geben. Und auch die Mutter wiederholt immer wieder, alles wird gut, am Ende wird alles gut. Doch Alice und ihre Geschwister Oskar, Rosa, Jules und Clara merken bald, dass der Krieg doch kommt. Erst in Form von langen Flüchtlingsströmen, die durch das Städtchen ziehen, hungrige, müde, traurige Menschen. Noch sagt der Vater: Wir bleiben, hier, in dieser Ecke Belgiens, ist es sicher. Doch auch diese Sicherheit wird langsam brüchig, der Krieg kommt immer näher, es wird immer gefährlicher...

Eine Geschichte über den ersten Weltkrieg aus der Sicht eines vielleicht acht bis zehnjährigen Mädchens zu erzählen ist eine Herausforderung, die Vereecken wunderbar meistert. Die Mischung aus Unwissenheit, Angst und dem Gefühl für die Bedrohung mit der Leichtigkeit eines Sommernachmittags auf einer Dorfkirmes, der Unbeschwertheit alberner Momente und der Freude am Leben gelingt der Autorin großartig. 

Kathleen Vereecken: Alles wird gut, immer. Gerstenberg Verlag 2021, 14.- €

Save the date!

Der Buchfink macht Licht am Ende des Kulturtunnels!

Wie das? So! 

Alle Bücher der Woche findet ihr hier.

*In Corona-Krisen-Zeiten können wir unsere beliebten Büchervorstellungen an den Schulen leider nicht durchführen.

In der Reihe "Buch der Woche" stellen wir daher jede Woche eine Neuerscheinung für Leserinnen ab 4 Jahren vor.